Die gesetzliche Rente allein reicht für die meisten Berufstätigen in Stuttgart nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. FTC Stuttgart hilft, die individuelle Versorgungslücke zu ermitteln und private, betriebliche und staatlich geförderte Vorsorge zu einer stimmigen Strategie zu kombinieren.

Das Wichtigste in Kürze
  • Drei Säulen: gesetzlich, betrieblich, privat — selten optimal allein
  • Versorgungslücke lässt sich konkret berechnen, nicht nur schätzen
  • Rürup, Riester, bAV und ETF-Sparpläne passen für unterschiedliche Situationen
  • Je früher der Einstieg, desto geringer die nötige monatliche Sparrate
  • Erstgespräch in Stuttgart kostenlos und unverbindlich

Warum die gesetzliche Rente meist nicht ausreicht

Das Rentenniveau — das Verhältnis der gesetzlichen Rente zum letzten Nettoeinkommen — liegt seit Jahren strukturell unter dem, was für einen gleichbleibenden Lebensstandard nötig wäre, und der demografische Wandel verschärft diesen Trend tendenziell weiter. Für Besserverdiener kommt hinzu: Die gesetzliche Rente ist auf die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt — wer deutlich darüber verdient, baut auf einen immer kleineren Anteil seines bisherigen Einkommens als Rentenanspruch.

In einer Region wie Stuttgart, mit überdurchschnittlichem Lohnniveau in Industrie und Ingenieurberufen, aber auch entsprechend hohen Lebenshaltungskosten, wird diese Lücke besonders deutlich: Ein gutes Einkommen während des Berufslebens bedeutet nicht automatisch eine ausreichende Rente — im Gegenteil, je höher das Einkommen, desto größer ist oft der prozentuale Abstand zwischen letztem Gehalt und gesetzlicher Rente.

Wer selbständig ist, hat häufig gar keine gesetzliche Rentenversicherung im Hintergrund und muss die komplette Vorsorge eigenständig aufbauen — hier zeigt sich der Unterschied zwischen „gefühlt gut abgesichert" und „rechnerisch tatsächlich abgesichert" besonders deutlich.

Die drei Säulen der Altersvorsorge

  • Gesetzliche Rente (1. Säule): Pflichtversicherung für die meisten Angestellten, umlagefinanziert, mit Beitragsbemessungsgrenze nach oben gedeckelt. Selbständige sind in der Regel nicht pflichtversichert.
  • Betriebliche Altersvorsorge (2. Säule): Vom Arbeitgeber organisierte Vorsorge, oft mit Arbeitgeberzuschuss und steuerlichen Vorteilen während der Ansparphase — dafür mit voller Steuer- und Sozialabgabenpflicht in der Auszahlungsphase.
  • Private Vorsorge (3. Säule): Alles, was individuell zusätzlich aufgebaut wird — von der staatlich geförderten Rürup- oder Riester-Rente bis zum freien ETF-Sparplan ohne Förderung, aber mit voller Flexibilität.

Die meisten Versorgungslücken entstehen nicht durch eine einzelne falsche Entscheidung, sondern durch fehlende Abstimmung zwischen diesen drei Säulen — etwa wenn die betriebliche Vorsorge ungenutzt bleibt, während gleichzeitig eine private Rentenversicherung mit hohen laufenden Kosten läuft.

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Inflation: Eine vor 20 Jahren als ausreichend kalkulierte Rentenleistung kann durch die kumulierte Geldentwertung heute real deutlich weniger wert sein, als bei Vertragsabschluss angenommen. Bei der Wahl zwischen garantierten und renditeorientierten Vorsorgebausteinen lohnt sich deshalb ein Blick auf die reale, also inflationsbereinigte Kaufkraft der zu erwartenden Leistung — nicht nur auf den nominalen Auszahlungsbetrag.

Welche private Vorsorgeform passt zu mir?

  • Basisrente (Rürup): Steuerlich gefördert, besonders attraktiv für Selbständige und gut verdienende Angestellte ohne Zugang zu Riester — dafür nicht vererbbar und nicht vorzeitig kapitalisierbar.
  • Riester-Rente: Zulagenförderung und ggf. Steuervorteil, zugänglich für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und bestimmte weitere Gruppen — mit Garantiezins, aber historisch oft geringerer Flexibilität als andere Formen.
  • Fondsgebundene Rentenversicherung: Kombination aus Versicherungsmantel und Fondsanlage, mit Renten-Garantie zum Auszahlungsbeginn, dafür meist höhere laufende Kosten als ein reiner ETF-Sparplan.
  • Freier ETF-Sparplan: Keine staatliche Förderung, aber volle Flexibilität bei Beitragshöhe, Pausen und Entnahmen — im Bereich Geldanlagen näher erläutert.

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Berufsstatus, Steuersituation, Alter und der gewünschten Flexibilität ab — eine pauschale Empfehlung „Rürup für alle" oder „nur ETF" greift in der Praxis selten.

Betriebliche Altersvorsorge für Arbeitnehmer und Unternehmen

Für Arbeitnehmer lohnt sich ein Blick auf die betriebliche Altersvorsorge besonders dann, wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung zahlt — das ist seit 2019 für neue Verträge gesetzlich vorgeschrieben, sofern der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben einspart. Wichtig zu wissen: Die bAV reduziert während der Ansparphase Steuer- und teilweise Sozialabgaben, in der Auszahlungsphase wird die Rente dafür voll steuerpflichtig und es fallen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Ob sich das im Einzelfall lohnt, hängt stark vom individuellen Steuersatz in der Anspar- und der Auszahlungsphase ab.

Für Unternehmen ist die bAV zugleich ein Instrument der Mitarbeiterbindung: In einem von Fachkräftemangel geprägten Arbeitsmarkt wie der Stuttgarter Region — mit hoher Konkurrenz um Ingenieure, Facharbeiter und kaufmännische Fachkräfte — kann ein attraktives bAV-Angebot ein relevanter Faktor im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeitende sein. FTC unterstützt Unternehmen dabei, einen passenden Durchführungsweg (Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds) zu wählen und die Einführung gegenüber der Belegschaft verständlich zu kommunizieren, statt ein kompliziertes Vertragswerk unkommentiert zu verteilen.

Typische Fehler bei der Altersvorsorge

  • Zu später Einstieg. Wer den Beginn der Vorsorge auf „wenn das Einkommen höher ist" verschiebt, verzichtet auf Jahre, in denen der Zinseffekt am stärksten wirkt.
  • Vorsorgeformen ohne Gesamtüberblick kombiniert. Mehrere kleine Verträge bei verschiedenen Anbietern, abgeschlossen zu verschiedenen Lebensphasen, ergeben selten eine stimmige Strategie — und verursachen oft unnötig hohe Gesamtkosten.
  • Garantieprodukte ohne Prüfung der tatsächlichen Rendite. Eine garantierte Verzinsung wirkt sicher, kann nach Kosten und Inflation aber real eine niedrige oder negative Rendite bedeuten.
  • Fehlende Anpassung bei Lebensveränderungen. Heirat, Kinder, Jobwechsel oder Selbständigkeit verändern den Vorsorgebedarf — ein einmal abgeschlossener Vertrag wird selten automatisch mit angepasst.

Woran Sie eine Versorgungslücke erkennen

  • Sie kennen Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente nicht genau. Die jährliche Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung ist ein erster, aber unvollständiger Anhaltspunkt — sie unterstellt unveränderte Bedingungen bis zum Renteneintritt.
  • Sie haben mehrere kleine Vorsorgeverträge, aber keinen Überblick, was diese in Summe tatsächlich an Rente oder Kapital ergeben.
  • Ihr Einkommen liegt deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze, wodurch die gesetzliche Rente einen kleineren Anteil Ihres bisherigen Lebensstandards abdeckt.
  • Sie sind selbständig oder planen die Selbständigkeit und haben noch keine systematische Alternative zur gesetzlichen Rente aufgebaut.

Vier Schritte zu Ihrer optimalen Lösung.

01
Erstgespräch

Kostenlos, unverbindlich. Wir hören zu — ohne Checkliste, ohne Produktpräsentation.

02
Analyse

Wir analysieren Ihre Situation, Ihre Ziele und Ihren bisherigen Schutz — vollständig und ehrlich.

03
Konzept

Sie erhalten ein individuelles Konzept — verständlich, transparent, mit klaren Empfehlungen.

04
Umsetzung

Wir begleiten die Umsetzung und bleiben langfristig an Ihrer Seite — für Updates, Anpassungen, Fragen.

Praxisbeispiele aus der Altersvorsorgeberatung

Anonymisierte, zusammengefasste Beispiele — keine Zusicherung bestimmter Ergebnisse, jede Empfehlung hängt von der konkreten persönlichen Situation ab.

Angestellte

bAV-Zuschuss ungenutzt gelassen

Eine Angestellte (33) wusste nicht, dass ihr Arbeitgeber einen Pflichtzuschuss zur Entgeltumwandlung zahlt. Nach der Analyse wurde ein bAV-Vertrag mit vollem Zuschuss kombiniert mit einem kleinen privaten ETF-Sparplan für mehr Flexibilität.

Selbständiger

Rürup-Rente für hohe Steuerlast

Ein selbständiger Berater (47) mit hoher Steuerlast und ohne gesetzliche Rentenversicherung erhielt ein Konzept aus Rürup-Rente zur Steueroptimierung, ergänzt durch einen separaten, flexiblen Vermögensaufbau.

Unternehmen

bAV als Bindungsinstrument

Ein mittelständisches Unternehmen mit 18 Mitarbeitenden führte ein einheitliches bAV-Angebot ein, um im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver zu werden, ohne die Lohnkosten unkalkulierbar zu erhöhen.

Privatkunde

Drei alte Verträge ohne Überblick

Ein Privatkunde (51) hatte drei Lebens- und Rentenversicherungen aus verschiedenen Lebensphasen, ohne zu wissen, was diese in Summe an Rente ergeben. Die Bestandsanalyse ergab eine deutlich geringere Gesamtrente als erwartet, woraufhin ein ergänzender ETF-Sparplan aufgebaut wurde.

Alle Angaben anonymisiert und zusammengefasst, Namen und Details verändert.

Fragen zur Altersvorsorge.

Wie finde ich heraus, ob ich eine Versorgungslücke habe?

Im Rahmen der Beratung wird die voraussichtliche gesetzliche Rente mit dem gewünschten Lebensstandard im Alter verglichen — die Differenz ergibt die Versorgungslücke, auf deren Basis ein Konzept entwickelt wird.

Ist Rürup oder Riester für mich besser geeignet?

Das hängt von Berufsstatus, Einkommen und Steuersituation ab. Rürup ist besonders für Selbständige und hohe Einkommen interessant, Riester für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Zulagenanspruch.

Lohnt sich betriebliche Altersvorsorge überhaupt?

Wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt, ist die bAV häufig attraktiv. Ohne Zuschuss sollte im Einzelfall die volle Steuer- und Sozialabgabenpflicht in der Auszahlungsphase gegen die Vorteile in der Ansparphase abgewogen werden.

Ab welchem Alter sollte ich mit der Altersvorsorge anfangen?

Je früher, desto geringer die nötige monatliche Sparrate für ein bestimmtes Ziel, da der Zinseffekt über längere Zeit wirken kann. Ein sinnvoller Einstieg ist aber in praktisch jedem Alter möglich.

Kann ich mehrere Vorsorgeformen gleichzeitig nutzen?

Ja, meist ist eine Kombination sinnvoller als eine einzelne Lösung — etwa betriebliche Vorsorge plus ein flexibler privater Baustein.

Was passiert mit meiner Altersvorsorge, wenn ich den Arbeitgeber wechsle?

Bei der betrieblichen Altersvorsorge gibt es je nach Durchführungsweg unterschiedliche Möglichkeiten zur Mitnahme oder Fortführung — das wird im Beratungsgespräch konkret für Ihren Vertrag geprüft.

Was kostet die Altersvorsorge-Beratung bei FTC?

Das Erstgespräch ist kostenlos. Je nach gewähltem Produkt erfolgt die Vergütung über Vermittlung (z. B. bei Versicherungsprodukten) oder, bei reiner Geldanlage-Strategie, auf Honorarbasis.

Reicht ein ETF-Sparplan allein als Altersvorsorge aus?

Für viele ist ein ETF-Sparplan ein sinnvoller Baustein, ersetzt aber selten die komplette Vorsorge — insbesondere die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sollte separat betrachtet werden.

Versorgungslücke ermitteln lassen?

Kostenloses Erstgespräch, persönlich in Stuttgart oder per Video.

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